Systempartition zerschossen – ja und?
Heute morgen um 7 Uhr war es soweit. Das erste Mal seit 3 Jahren auf dem Mac habe ich mir (oder OS X mir) mein System soweit zerstört, dass weder das Booten von, noch das Reparieren der Systempartition noch möglich war.
Nach dem manuellen Löschen einer obsoleten Partition von Boot Camp (das Boot Camp Tool weigerte sich partout das für mich zu tun) und dem darauffolgenden, erfolglosen Versuch den anderen Bereich per Diskutil und resizeVolume zu vergrößern, hing sich OS X nach ein paar Stunden normalen Betriebs auf um nach dem Neustart eine vollständig gebrauchsunfähige Festplatte zu hinterlassen. Ich wiederhole: um 7 Uhr morgens. Schock.
Aber alles halb so wild. Nein, eigentlich alles überhaupt kein Problem. Das letzte Time Machine Backup stammte von 3 Stunden vor dem Ausfall, und nachdem ich die Installations-CD aus der Kiste gekramt hatte, bestand die einzige Unannehmlichkeit in der Wartezeit beim Restore. Kurz ne neue Partition erstellt, sich durch das kinderleichte Restore-Menü geklickt, gewartet, alles wieder beim Alten.
Moment, 3 Stunden? Da muss doch zwischendurch zumindest etwas verloren gegangen sein. Mal davon abgesehen, dass ich früher kein Time Machine Backup (aber bei Partitionsgefummel wohl ein Normales) gehabt hätte, haben mir noch ein paar weitere Vorteile der heutigen Arbeitsumgebung den Hintern gerettet. Arbeitsdaten? Regelmäßig zu GitHub gepusht. E-Mails? IMAP. Projekt- und Zeitverwaltung? Online mit Basecamp und Mite. Selbst unwichtige Dinge wie RSS-Feeds – kein Problem dank NewsGator Sync. Fazit: nullkommanichts verloren, 20 GB mehr Platz, System an einigen Ecken schneller dank automatischer Neuerstellung mancher Indizes. So muss ein Totalabsturz laufen.
Vor ein paar Jahren würde ich wohl gerade verzweifelt manuelle Backups auf verschiedenen Datenträgern durchsuchen, oder im Moment noch mein System neu einrichten. So oder so, solche Tage wurden früher schwarz in meinem Kalender markiert. Heute sitze ich kurze Zeit später entspannt im Café, schlürfe Cappuccino und gehe weiter meiner Arbeit nach. Das Leben ist zu kurz um Zeit und Geld mit Computerabstürzen zu verschwenden. Fortschritt, ich danke dir.
Am 12. Dezember 2008 um 10:31 Uhr
Genau diese Überlegungen habe ich auch schon angestellt — dadurch dass meine Daten via IMAP, SVN/Git, und Dokumente u.ä. via DropBox immer online synchronisiert sind, ist es mittlerweile egal, von welchem Mac ich arbeite bzw. ob ich den Rechner schon vorher benutzt habe.
Ich muss nur einen Benutzer für mich anlegen und innerhalb einer halben Stunde ist alles fertig eingerichtet und meine Daten sind verfügbar — wenn man noch von Programmen wie der Creative Suite absieht, die natürlich evtl. installiert werden müssen.
Alternativ dazu lässt sich natürlich auch bequem ein schon eingerichteter Account aus dem TimeMachine-Backup migrieren — insgesamt auf jeden Fall eine super Sache, man ist unabhängiger und es gehen einfach keine Daten verloren, ohne dass man sich groß darum kümmern muss.
Das Rundum-Sorglos-Paket. Ich finds großartig :-)
Am 21. Dezember 2008 um 19:19 Uhr
[...] titelt Sebastian in seinem /bin/basti-Blog, nachdem er seine Systempartition seines MacBooks zerschossen hatte und er mittels seines 3 Stunden [...]
Am 25. Dezember 2008 um 21:33 Uhr
Ich habe zwei Laptops und bei beiden ist mir das auch schon passiert. Ein bekannter hat gesagt ich soll mir Solid-State Disk kaufen, dann passiert das nicht mehr. Habe ich gemacht obwohl es richtig teuer war, aber seither kann ich bei meinen Ausgrabungsarbeiten wieder meinen Laptop ungehindert und ohne Angst vor Datenverlust mitnehmen. Daheim mache ich immer ein Backup auf DVD.
Am 3. Mai 2009 um 10:19 Uhr
Backup auf DVD? Das habe ich zu meinen Windows-Zeiten auch (ab und an mal) gemacht. Der große Pluspunkt bei Time-Machine ist für mich, dass es automatisch passiert. Wir kennen ja alle Murphy und Platten crashen immer dann, wenn man gerade mal vergessen hat ein Backup zu machen… Das ist zumindest meine Erfahrung.