Aufwachen, Steve!
Bei heise lese ich heute…
Das Geschäftsmodell mit Software werde momentan bedrängt, erläuterte Ballmer laut den Berichten weiter. Sein Unternehmen müsse die Kontrolle wiedergewinnen.
So weit so gut. Und wie erfüllt man nun dieses überaus noble Ziel? So:
Der Konzern hat kürzlich eine neue Online-Roadmap vorgestellt, wie das Geschäft mit Online-Software rund um das Büropaket Office ausgebaut werden soll. Ballmer erläuterte, Microsoft-Produkte würden auch künftig nicht komplett browserbasiert zu bedienen sein.
Aha. Alle freuen sich über plattformübergreifende Onlinesoftware im Browser, und um in diesem Markt Anteile zu gewinnen entwickelt man bewusst nicht Software die ausschließlich im Browser funktioniert.
Ob die irgendwann mal aufwachen in Redmond?
Am 12. Oktober 2007 um 16:19 Uhr
Microsoft bekämpft das Internet noch immer. Apple dagegen lässt nur Webapps aufs iPhone.
Apple bewegt sich hier sicherlich auf dem Weg der Zukunft — und auf dem iPhone mag das auch funktionieren, ist es doch als „Immer-Online-Phone“ konzipiert und wird daher nur mit Datenflat vertrieben.
Für alle anderen ist im Augenblick allerdings Adobes „AIR“ die beste Strategie. Solange man noch nicht ständig Zugriff auf das Internet hat, muss man einen Weg finden, wie man seine Anwendungen auch nutzen kann, ohne online zu sein.
Am 12. Oktober 2007 um 16:28 Uhr
Meines Erachtens würde auch Apple gut daran tun soetwas wie AIR, Gears oder Slingshot für das iPhone zu realisieren. So könnte man auch von seiner Webapp auf ausgewählte lokale Ressourcen zugreifen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung wie wenig Spaß es macht oft benutzte Applikationen, wie z.B. das GTD-Tool Ta-da List, über EDGE zu nutzen. EDGE ist nämlich a) saulangsam und b) auch nicht so ganz überall verfügbar. Das Resultat ist natürlich, dass man die Apps, obwohl sie an sich super funktionieren würden, auf Dauer einfach gar nicht verwendet.
Am 12. Oktober 2007 um 18:52 Uhr
Ich find’s gut. Auch in den nächsten Jahren werden Web-Applikationen bei weitem nicht ausgereift genug sein und die Grundlage – der Browser – erlaubt gar nicht was offline alles möglich ist.
Was rein theoretisch mit MS Office alles möglich ist (was zwar keiner komplett nutzt, aber viele zum Teil) geht mit dem heutigen Stand der Technik nicht so gut und schnell über’s Internet.
Daher finde ich es auch gut, dass auch in Zukunft noch an klassischer Software gearbeitet wird.
Gruß,
Pablo
Am 12. Oktober 2007 um 19:06 Uhr
Da gebe ich dir vollkommen recht. Aber ist es nicht sinnvoll auch Software für den Browser zu entwickeln, wenn man gegen selbige am Markt bestehen will?
Ich meine, es geht ja hier um Office-Anwendungen, und den meisten Menschen reicht soetwas wie Google Docs hierfür eben eigentlich aus. Wenn man diese Nutzer tatsächlich irgendwann nochmal zu zahlenden Microsoftkunden machen möchte, dann sollte man ihnen eben eine ganzheitliche Lösung bieten, dessen Bestandteil ein komplett im Browser funktionierendes Interface ist, welches sich nahtlos in die Suite eingliedert. Und zwar nicht mit .NET und nur für den IE, sondern eben gerade Webstandards-basiert und überall lauffähig. Dann könnte man z.B. auch Word unter Linux nutzen ohne Kopfstände zu veranstalten.