iPhone SDK = Safari
Aus einer Pressemeldung von gestern:
Apple® today announced that its revolutionary iPhone™ will run applications created with Web 2.0 Internet standards when it begins shipping on June 29.
Danach ist noch mehrmals von “Web2.0 standards” und “Web2.0-based standards” die Rede. Und BMW unterstützt demnächst Öl2.0-basiertes Benzin als Scheibenputzmittel, oder was? Ich glaub mich tritt n Pferd! Wollen die irgendwie nen Preis gewinnen für die Kategorie “Buzzwords an jeder möglichen Stelle einsetzen” oder glauben die ernsthaft, dass sie damit mehr Telefone verkaufen?
John Gruber kotzt sich übrigens auch ganz schön aus fand die Vorstellung der “Neuigkeiten” auf der WWDC bisher auch eher suboptimal, und meint sogar Apple hätte die Entwickler regelrecht beleidigt, was die Thematik der 3rd-Party Apps für’s iPhone angeht:
Perhaps it’s playing well in the mainstream press, but here at WWDC, Apple’s “you can write great apps for the iPhone: they’re called ‘web sites’” – message went over like a lead balloon. It’s insulting, because it’s not a way to write iPhone apps, and you can’t bullshit developers.
Ich denke zwar, dass sich Probleme wie nicht permanenter Netzzugang und Zugriff auf lokale Ressourcen ähnlich wie bei Joyent Slingshot oder Google Gears durchaus lösen lassen, aber ob “AJAX statt Cocoa” wirklich ein sinnvolles Motto für das iPhone ist? Naja, eigentlich sollte ich mich ja freuen, jetzt wo sich ein schöner neuer Markt öffnet und die eingesessenen Devs alle die falschen Technologien dafür drauf haben.
Da ich am 29. in den Staaten bin, werde ich mir das Teil dort übrigens mal genauer anschauen und natürlich auch drüber berichten.
Am 13. Juni 2007 um 00:39 Uhr
Also auch wenn ich sicher nicht zur Zielgruppe des iPhones gehöre (ich möchte weder eins haben, noch für eines entwickeln): Die Aussicht, ein vollkommen geschlossenes System zu erwerben, bei dem alle Erweiterungsmöglichkeiten, die über die Browser-API hinausgehen, vollkommen unter der Fuchtel eines einzigen Herstellers liegen, würde mich – zählte ich zu den potenziellen Kunden – schon ein wenig verschrecken.