Das Ding mit der Mighty Mouse
Eigentlich finde ich die Apfelmaus mit der Kugel ja schon ziemlich mighty. Ich hätte vorher z.B. nie gedacht, dass ich mich mal irgendwann an Horizontal-Scrollen per Kugel gewöhnen würde (gerade im Quelltext praktisch, denn Umbrüche nerven), und auch die Funktion der Seitentasten für Exposé ist beim Arbeiten mit 132 Fenstern ziemlich praktisch, denn F9 ist für die linke Hand erstens zu weit weg und zweitens erfordert das auf dem MacBook Pro zusätzlich die fn-Taste, sofern man die restlichen Funktionstasten, wie z.B. für die Lautstärkeregelung, normal nutzen möchte.
Apple hat also mal wieder hervorragend mitgedacht und alle Probleme, die eine Maus am Mac lösen könnte, wunderbar gelöst. Perfektes Produktdesign. Oder? Naja, leider nicht zu hundert Prozent. Denn was mit entflammbaren Akkus, fiependen Lüftern und backofenähnlichen Gehäusetemperaturen anfängt, zieht sich leider sogar bis zur Maus durch. Diese verdammten Hardwarepannen treiben einen einfach irgendwann in den Wahnsinn. So machen z.B. die Seitentasten meiner Maus von Zeit zu Zeit tierische Faxen und sind dann vorübergehend dermaßen leichtgängig, dass mir ohne Übertreibung ungefähr alle 2 Sekunden das sonst so geschätzte Exposé aufpoppt. Und die brandneue kabellose Mighty Mouse, die mit einem heute frisch im Büro eingetroffenen iMac 24″ mitgeliefert wurde, weigert sich bereits von Anfang an, den normalen Gebrauch der “rechten Maustaste” zuzulassen. Der Rechtsklick funktioniert einfach grob geschätzt nur jedes zehnte Mal, die anderen Male werden die Klicks trotz Berührung des alleräußersten rechten Mausrandes als links erkannt. Argh!
So, das musste jetzt mal raus. Aber da ich außer der Mighty Mouse leider kein anderes Produkt kenne, welches ohne Hardware-Macke meine Bedürfnisse gleichermaßen befriedigen könnte (mal ganz abgesehen vom enormen Stilfaktor), bleibt mir eh keine Wahl. Also was solls. Die eine Maus umtauschen, mit der anderen manchmal morgens ein wenig Ärgern und weiter im Text…
Am 20. November 2006 um 20:07 Uhr
Mit dem Rechtsklick habe ich kein Problem — wohl aber mit den Seitentasten, die bei mir äußerst schwergängig sind (ich muss unglaublich fest drücken), weshalb mir dein Problem überhaupt nicht nachvollziehbar erscheint.
Aber welcher Fehler ist schon so einfach nachvollziehbar.
Am 20. November 2006 um 20:10 Uhr
Das ist ja gerade das Problem. Die Verarbeitung variiert einfach zu sehr. Bei meiner Kollegin ist die Maus (zwei Wochen alt) ziemlich perfekt. Bei der neuen von heute (die mit dem Rechtsklick) sind die Seitentasten auch etwas zu schwergängig. Es ist einfach wie verflixt mit dieser Hardware. Ähnliche Unterschiede habe ich z.B. auch bereits zwischen verschiedenen Touchpadtasten erfahren.
Am 25. November 2006 um 14:14 Uhr
Moin Basti,
ich hab auch seit einigen Monaten die Bluetooth Mighty Mouse in Verwendung.
Das mit dem Rechtsklick plagt mich schon seit Anfang an. Mal geht er, mal nicht. Wenn er aber grad nicht geht, dann hilft es, wenn ich ein kleines Stück am Scrollball drehe oder die Maus kurz ausschalte. Weiß zwar nicht, was der Scrollball damit zu tun hat, aber da es ja auch hilft, wenn ich die Maus kurz ausschalte, wage ich zu behaupten, dass es nicht unbedingt ein Hardwarefehler der Maus sein muss, sondern vielleicht mehr der Übertragungsweg oder so..
Das mit den Seitentasten ist ne Gewöhnungssache, die gehen bei mir auch relativ streng.
Was mich anfangs auch gestört hat, war das spiel von ruhestellung bis zum letztendlichen klick. Für den Preis hätte das nicht sein müssen..
Was man aber als positives erwähnen muss, dass die Batterien wiedererwartend lange halten. Und, dass der Scrollball super fein scrollt. Bei den meisten Mäusen sind das gleich ruckartige zeilengroße Bewegungen. Hier aber nicht, du kannst schön leicht dran drehen und locker nebenbei am Text lesen.
Ich bin nur auf die Reinigung des Scrollballs gespannt. Man munkelt da ja verschiedene sachen..
Greets, Markus
Am 15. Dezember 2006 um 13:17 Uhr
Ich hab genau die selbe Kombination: 24” iMac + Wireless Mighty Maus. Und auch bei mir geht die rechte Maustaste alles andere als zuverläßig – meist nach 8-10 Stunden Betrieb oder wenn der Rechner die Nacht über nur “geschlafen” hat. Ich hab die Maus schon einmal per Reklamation tauschen lassen, ohne erkennbare Verbesserung. Als Workaround habe ich auch nur anzubieten die Maus an der Unterseite kurz aus- und wieder einzuschalten. Der Tipp von flexwell klingt auch interessant.
Die Frage ist: Sollte man da Apple mal etwas auf die Füße treten? Muss man sich das gefallen lassen. Zumal bei den Preisen…
Auf der anderen Seite möchte ich die Maus auch nicht mehr missen.
Am 28. März 2008 um 19:31 Uhr
ätzend! Ein Wegwerfartikel wie er im Buche steht. Das ärgert mich. Apple hat noch nichts von Nach-
haltigkeit gehört. Ich habe meine Maus zerlegt. Grund für den schlecht oder gar nicht laufenden Scrollball – es befinden sich 4 kleine Walzen in einem Minigehäuse. Auf diesen tobt der kleine Ball. Um die Walzen herum gab es feine Fusel. Der Ball hatte so keine wirkliche Reibung mehr. Die kriegt man aber nicht weg, wenn man nur den Ball von aussen reinigt. Der Ball arbeitet jetzt besser denn je, allerdings, bitte jetzt wird nicht gelacht, das EINMALGEHÄUSE hat aufgrund der “Nichtreparierbarkeit” eher Schrottwert. Alles ist funktionstüchtig, nur aufgrund des Staubes an den
man so nicht dran kommt alles wegschmeißen? Da wird mir schlecht. Apple – auch du wirst dich
ändern müssen.