Ab in die KSK?

Nach der Bestätigung eines vorherigen Urteils durch das Bundessozialgericht muss die Künstlersozialkasse nun auch Webdesigner aufnehmen. Die KSK ist eine sehr günstige, gesetzliche Versicherung, deren Ziel die Förderung der “brotlosen Kunst” durch niedrige Beiträge ist.

Eine Kollegin klagte im Jahr 2002 gegen die KSK, nachdem diese sich geweigert hatte die Frau zu versichern, weil sie von ihrer Ausbildung her nicht mit einem Designer, sondern eher mit einem Ingenieur oder Programmierer vergleichbar sei. Die Kollegin legte jedoch Widerspruch ein und machte geltend, “dass sie schon während ihres Studiums den Schwerpunkt im gestalterischen Bereich gehabt habe und auch jetzt Internetseiten von hohem ästhetischem Anspruch gestalte, sodass ihre Tätigkeit mit denen von Grafikern oder Industriedesignern vergleichbar sei”.

Genauso sah es am 7. Juli diesen Jahres auch das BSG und war der Ansicht, dass freiberufliche Webdesigner (zumindest die klagende Kollegin) Künstler im Sinne des KSVG sind und daher Zugang zur KSK bekommen müssen.

Die Tätigkeit umfasse unter Berücksichtigung der Kundenwünsche und -vorgaben die Konzeptionierung und Realisierung von Bildschirmseiten mit Hilfe von Schrift, Grafik, Zeichnung, Fotografie und Video unter Verwendung spezieller Softwareprogramme. Das Berufsbild ist – in Abgrenzung zum Programmierer und Webmaster – durch eine eigenschöpferisch-gestalterische Tätigkeit geprägt, die mit denen der Grafiker, Grafikdesigner und Layouter vergleichbar sei.

Sehr richtig, wie ich finde. Als professioneller Webdesigner ist man meiner Meinung nach zumindest eine Mischung aus Programmierer und Grafikdesigner. Wenigstens sollte man das sein, wenn man ein Webprojekt fachgerecht umsetzen möchte.

Es sollte sich jetzt natürlich niemand zu früh freuen, denn das Versicherungssystem steht ja möglicherweise vor einer großen Reform, welche auch die KSK auflösen könnte. Komplett abgeschafft werden die Vergünstigungen für die entsprechenden Berufsbilder aber wohl eher nicht, weshalb ich mich auch erstmal in die mittlerweile auf über 1000 Webdesigner angewachsene Warteschlange einreihen werde. Über Erfolg und/oder Misserfolg wird natürlich hier berichtet.

Quelle: golem.de

Was zu sagen? Nur zu …

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