Im November 2007 verlor die britische Behörde HM Revenue and Customs zwei CDs mit vertraulichen und persönlichen Daten von über 25 Millionen britischen Bürgern.
Ebenfalls im Dezember 2007 kamen neun Verwaltungszentren des nationalen Gesundheitssystems in Großbritannien diverse Daten abhanden. Bisher steht noch nicht eindeutig fest, um welche es sich genau handelt. In jedem Fall enthielt einer der vermissten Datenträger persönliche Gesundheitsdaten von 160.000 Kindern. Er sollte an ein Krankenhaus geliefert werden, kam aber nie dort an. In einem anderen Fall waren zu archivierende Daten von Krebspatienten nicht mehr auffindbar.
Im Januar 2008 gab das Verteidungsministerium zu, dass ein Notebook mit sensiblen Bürgerdaten gestohlen wurde. War anfangs noch die Rede von Daten von über 600.000 Personen, so wurde diese Zahl später auf 153.000 herunter korrigiert, zeitgleich gab man bekannt, dass die betroffenen Daten unverschlüsselt gewesen seien. Unter anderem waren Pass- und Versicherungsnummern sowie Bankkontendaten auf dem Gerät gespeichert.
Mit welchen Mitteln kann man diesen Idioten eigentlich noch klar machen, dass nur nicht vorhandene Daten sichere Daten sind? Nachdem dieser Fakt mittlerweile nachhaltig und eigentlich für alle verständlich belegt ist, fällt mir nichts mehr dazu ein. Normalerweise lernen Menschen schließlich am besten aus Fehlern.
Nein, diesmal es geht nicht um Ruby on Rails. In diesem Video erzählt David Heinemeier Hansson im Rahmen der Startup School 08 darüber, wie man mit einer Website bzw. Webapplikation nachhaltig Geld verdienen kann. Ohne VC und ohne das nächste Myspace oder Facebook zu sein, dafür aber profitabel und dauerhaft erfolgreich. Denn darum geht es schließlich eigentlich. Und so wie im deutschsprachigen Raum im Moment sowohl Blogger als auch professionelle Journaille meinem Eindruck nach viel zu sehr auf die nächste platzende Blase und eben diese VC-finanzierten Unternehmen ohne Geschäftsmodell fixiert sind (sh. Programm sämtlicher 2.0-Konferenzen, vornehmlich muss es irgendwie “social” sein, und wenn nicht dann eben Google & Co), sollten sich das imho dringend mal ein paar dieser Leute anschauen.
Bei Omnisio gibt es übrigens noch mehr Videos von der Startup School, wobei nicht alles wirklich sehenswert ist. Wer mal wieder herzhaft über Mike Arrington lachen will, der könnte sich z.B. zum Beispiel anschauen wie selbiger nach ziemlich unprofessionellen Schwierigkeiten mit seinem Laptop ein weiteres Mal erzählt, dass Deutschlands Blogger ja total ausgeflippt sind ob dieser komischen popula-Videos, von denen kein einziges in meinem Feedreader aufgetaucht ist.
Rund 200 teilweise prominente Künstler haben einen vom Bundesverband Musikindustrie verfassten offenen Brief an Angela Merkel unterzeichnet, in dem die Bundeskanzlerin aufgefordert wird, sich für den Schutz des geistigen Eigentums einzusetzen und das Thema “zur Chefsache” zu machen.
Nochmal groß zum Mitschreiben, die Herren und Damen Wortmann, Eichinger, Akin, Schweiger, Demirkan, Buck, Lindenberg, Mey, Maffay, Cicero, Schöneberger, Siegel, Rihm, Unseld-Berkéwicz, Honnefelder und alle restlichen Unterzeichner, die es immer noch nicht kapiert haben:
Solange es, egal in welchem Land, für die zahlungswilligen Käufer eurer Werke keine Möglichkeit gibt in einer dem Zeitalter des Breitband-Internet entsprechenden Art und Weise online, zeitlich unabhängig und ohne Einschränkungen durch konsumentenfeindliche DRM-Systeme das zu erwerben, was Ihr durch die Kriminalisierung eurer eigenen Kundschaft schützen wollt, genau solange werdet Ihr es zu verschmerzen haben, dass selbige ihren Bedarf weiterhin auf illegalem Wege selbst befriedigen muss.
Und da das mittlerweile seit mehreren Jahren eigentlich auch dem letzten von Euch klar sein sollte, ist euer Verhalten nicht nur höchst unprofessionell, sondern geradezu arrogant und beleidigend gegenüber sonst ehrlichen Konsumenten wie z.B. mir. Punkt.
Seit einigen Wochen erobert das VersionskontrollsystemGit (Wikipedia-Artikel) die Ruby- und insbesondere die Rails-Welt im Sturm. Sicherlich zumindest ein wenig Mitschuld daran trägt der zur Zeit noch im Betastadium befindliche Repository-Hosting-Dienst GitHub, welcher innerhalb kürzester Zeit zahlreiche renommierte Entwickler und Open-Source-Projekte anziehen konnte. GitHub wird selbst auf Basis von Ruby on Rails entwickelt und beim Premium Rails-Hoster Engine Yard betrieben. Letzteres erweckt natürlich in Bezug auf Zuverlässigkeit und Performance schnell Vertrauen, haben manche Projekte doch gerade mit dem Hosting die größten Probleme.
Nachdem in letzter Zeit schoneinigeKernprojekte der Rails-Community vom ehemaligen Platzhirsch Subversion zum smarteren Git und gleichzeitig zu GitHub gewechselt sind (wobei man erwähnen sollte, dass Git auch in Verbindung mit SVN betrieben werden kann), gab es gestern nun die Ankündigung, die den Betreibern des Dienstes wohl eine rosige Zukunft sichern wird: Ruby on Rails wechselt demnächst von Subversion und Trac zu Git und GitHub. Gleichzeitig wird das Ticket-Tracking zu Lighthouse verlagert, welches ebenfalls eine Rails-Applikation ist und auch von GitHub unterstützt wird. Für das Core-Team sicherlich auch interessant ist außerdem die Campfire-Integration von GitHub.
Auch ich nutze GitHub schon seit einer Weile und bin mittlerweile restlos überzeugt von der Überlegenheit gegenüber Subversion. Ich kann nur jedem empfehlen, sich das Ganze mal anzuschauen und am besten auch ein wenig zu testen. Für Interessierte habe ich übrigens noch 5 Invites übrig – einfach mit funktionierender E-Mail-Adresse einen Kommentar zu diesem Beitrag schreiben.
Hier noch ein paar Links zu interessanten Ressourcen bezüglich Git (und Rails)…
Wenn Ihr selbst schon Erfahrungen mit Git und/oder GitHub gemacht habt, dann würde ich mich über ein paar Kommentare und interessante Links sehr freuen.
Soweit ich mich erinnere wurden die Termine im alten iCal soweit zusammengeschoben, dass sie noch im richtigen Tag erschienen. Das sah dann zwar ein bisschen eng aus, war aber immer noch gut erkennbar und um Meilen besser als in die nächste Woche fließende Events.
With ActiveSync, the iPhone talks directly to Exchange. So the iPhone will get push e-mail, push calendaring, push contacts, global access lists, and remote wipe, all while talking to Exchange. And it’s built into the existing applications – mail goes into the same Mail program, calendar into the same Calendar, and so on.
Damit wäre Kritikpunkt Nummer 1 der Analysten nun auch obsolet. Hätten diese von Anfang an die Möglichkeiten eines Mobile OS X und der 1-Click-Softwareupdates über iTunes begriffen, dann wäre so mancher Mist wahrscheinlich gar nicht erst verzapft worden.
Eben habe ich die kürzlich erschienene Beta des Internet Explorer 8 installiert und einen flüchtigen Blick darauf geworfen. Ausführliches Testen steht noch bevor. Trotzdem sind mir sofort einige Dinge ins Auge gestochen, die zeigen dass dieses Mal auch an die wirklich wichtigen Dinge gedacht wird, nämlich die Kleinen.
Ein Beispiel ist die Anzeige der URL in der Adressleiste:
Sobald eine Seite fertig geladen ist, werden die unwichtigeren Teile auch optisch sanft in den Hintergrund gerückt. Das hat nicht nur ästhetischen Nutzen, sondern auch realen. Dem normalen Nutzer wird es z.B. leichter gemacht, Phishing-Attacken auch ohne maschinelle Hilfe leichter zu erkennen, da die unkorrekte URL hervorgehoben ist.
Ein weiteres Beispiel, dieses Mal mit Hauptnutzen für Webentwickler und -designer, ist eine Möglichkeit auf die Rendering Engine der vorherigen IE-Version zu switchen:
Parallelinstallationsorgien mit halbgaren, nicht offziellen Standalone-Versionen des Browsers dürften damit (sobald IE6 ausgerottet ist) ein für allemal ihr Ende finden.
Mal sehen, wie sich der Browser in den nächsten Tagen so macht. Nachdem ich mich gerade noch vom hunderprozentigen Bestehen des Acid2-Tests überzeugen konnte, bin ich aber relativ optimistisch gestimmt.
Seit kurzem benutze ich unter OS X eine kleine Software namens Fluid, die es ermöglicht Websites ähnlich einer eigenständigen Software zu installieren und somit auch im Dock abzulegen. Es handelt sich dabei eigentlich nur um einen um unnötige Funktionen beschnittenen Browser, der sich mit einem benutzerdefinierten Icon versehen und jeweils separat aufrufen lässt.
Anfangs habe ich Fluid nur für Basecamp benutzt, wofür es bei 37signals auch ein sehr schönes Icon gibt. Legt man kein benutzerdefiniertes Icon fest, so wird das Favicon der jeweiligen Website verwendet, was natürlich eher unterirdisch aussieht bei einer Icongröße von 16 x 16 Pixeln. Genau dieses Problem hatte ich dann auch bei der zweiten Applikation, die ich seit kurzem nur noch mit Fluid benutze: mite.
Obwohl ich eigentlich nicht wirklich der Grafiker und schon gar kein Icon-Designer bin, habe ich es heute nicht länger ertragen und mir ein eigenes Icon dafür zurechtgeschustert, welches zumindest um Einiges schöner daherkommt als das Favicon der Website. Und falls jemand von Euch auch mite. benutzt und das Icon vielleicht brauchen kann, stelle ich es hier zum Download zur Verfügung…
Danke an Erik für die sekundenschnelle Identifizierung der Clarendon Light sowie den Tip mit der Schrifterkennung WhatTheFont. Konstruktive Kritik ob der Nichteinhaltung jeglicher Gestaltungsregeln ist außerdem natürlich jederzeit willkommen.
“/bin/basti” ist das private Weblog von
Sebastian Kippe. Hier schreibt er in unregelmäßigen Abständen Einträge über für
Außenstehende so langweilige Dinge wie Webdesign und -development, Software und Betriebssysteme, sowie das Internet an sich
und alles, was dazugehört. Gelegentlich stellt der professionelle Webentwickler und Berater seine Dienste für interessante Projekte
zur Verfügung, kann allerdings erst ab frühestens September wieder neue Aufträge annehmen.